In Gebieten mit Parkraumbewirtschaftung dürfen Anwohner mit Bewohnerparkausweis dort parken, wo andere zahlen oder gar nicht stehen dürfen. Ausgegeben wird der Ausweis von der Stadt für ein festgelegtes Bewohnerparkgebiet, nicht für die gesamte Stadt.
Warum die Preise so weit auseinandergehen
Seit 2020 dürfen die Länder die frühere Gebührenobergrenze von 30,70 Euro aufheben und diese Befugnis an die Kommunen weitergeben. Seitdem verlangen manche Städte weiterhin unter 30 Euro, andere dreistellige Beträge, teils gestaffelt nach Fahrzeuglänge oder Gewicht. Gerichte haben einzelne Satzungen gekippt, wenn die Staffelung nicht sachlich begründet war, die Rechtslage entwickelt sich also weiter.
Voraussetzungen
Du musst mit Hauptwohnsitz im Bewohnerparkgebiet gemeldet sein und das Fahrzeug muss auf dich zugelassen sein oder dir nachweislich dauerhaft zur Verfügung stehen, etwa als Firmen- oder Leasingwagen. Wer eine eigene Garage oder einen Stellplatz hat, bekommt in vielen Städten keinen Ausweis.
Unterlagen-Checkliste
So läuft es ab
- 1
Parkgebiet prüfen
Die Stadt veröffentlicht die Bewohnerparkgebiete als Karte. Entscheidend ist die Straße deiner Hauptwohnung, nicht der Wunschparkplatz.
- 2
Fahrzeugberechtigung klären
Der Ausweis wird auf ein Kennzeichen ausgestellt. Bei Firmen- oder Leasingwagen brauchst du eine Bescheinigung, dass dir das Fahrzeug dauerhaft überlassen ist.
- 3
Antrag stellen
Viele Städte bieten den Antrag vollständig online an, inklusive Upload der Nachweise und digitalem Bescheid. Sonst im Bürgerbüro oder Straßenverkehrsamt.
- 4
Ausweis anbringen
Der Ausweis muss gut lesbar hinter der Windschutzscheibe liegen. Immer mehr Städte arbeiten mit rein digitalen Ausweisen, dann wird per Kennzeichenscan kontrolliert.
- 5
Verlängerung im Kalender notieren
Die Gültigkeit endet automatisch, es gibt selten eine Erinnerung. Ein abgelaufener Ausweis ist ein Verwarnungsgeld wert, obwohl du berechtigt wärst.
Rahmendaten
- Zuständige Stelle
- Straßenverkehrsamt / Bürgerbüro
- Gebühr
- je nach Stadt ca. 25 bis 360 € pro Jahr
- Bearbeitungsdauer
- wenige Tage bis sofort
- Frist
- Gültigkeit meist 1 bis 2 Jahre
- Online möglich
- in vielen Städten vollständig online
- Rechtsgrundlage
- § 45 StVO, kommunale Gebührensatzung
Bewohnerparkausweis beantragen in deiner Stadt
Für jede Stadt im Verzeichnis gibt es eine eigene Seite mit der örtlichen Zuständigkeit. Such deine Stadt oder wähle direkt:
Häufige Fragen
Was kostet der Bewohnerparkausweis in {stadt}?
Das legt {stadt} in der eigenen Gebührensatzung fest, die Spanne in Deutschland reicht von unter 30 bis über 350 Euro im Jahr. Den aktuellen Satz für {stadt} findest du im Stadtportal.
Bekomme ich den Ausweis mit Nebenwohnsitz?
In der Regel nicht. Fast alle Satzungen verlangen den Hauptwohnsitz im Bewohnerparkgebiet.
Gilt der Ausweis in der ganzen Stadt?
Nein, nur im eingetragenen Bewohnerparkgebiet. In Nachbargebieten gelten die normalen Parkregeln.
Was ist bei zwei Fahrzeugen?
Viele Städte geben nur einen Ausweis pro Haushalt oder Person aus. Wo ein zweiter möglich ist, kostet er meist deutlich mehr.
Stand der redaktionellen Aufbereitung: 08/2026. Kommunale Gebühren und Abläufe können abweichen, verbindlich ist die Auskunft deiner Stadtverwaltung.