Jeder deutsche Personalausweis hat einen Chip mit Ausweisfunktion, seit 2017 ist sie standardmäßig aktiv. Genutzt wird sie von einem Bruchteil der Berechtigten, obwohl sie genau die Behördengänge erspart, über die am meisten geklagt wird.
Was du brauchst
Den Ausweis, die sechsstellige PIN und ein NFC-fähiges Smartphone mit der AusweisApp. Wer die PIN nie gesetzt oder vergessen hat, lässt sie im Bürgerbüro kostenlos zurücksetzen, das dauert wenige Minuten. Der PIN-Brief aus der Erstausstattung enthält nur die Transport-PIN, die einmalig ersetzt werden muss.
Was damit geht
Führungszeugnis direkt beim Bundesamt für Justiz beantragen, ohne Gang ins Amt. Elster-Konto ohne Zertifikatsdatei. Rentenkonto und Versicherungsverlauf bei der Deutschen Rentenversicherung. Kfz-Vorgänge über i-Kfz, von der Adressänderung bis zur Außerbetriebsetzung. In immer mehr Städten die elektronische Wohnsitzanmeldung. Dazu Kontoeröffnungen und Identifikationen bei Banken und Versicherungen, wo sonst Videoident nötig wäre.
Wo es Grenzen gibt
Ausweis und Reisepass selbst brauchen weiterhin den persönlichen Termin, weil Fingerabdrücke abgenommen werden. Standesamtliche Vorgänge verlangen meist Originalurkunden. Und nicht jede Stadt hat ihre Fachverfahren angebunden, deshalb unterscheidet sich das Onlineangebot von Stadt zu Stadt erheblich.
Sicherheit
Die eID ist ein Zwei-Faktor-Verfahren: Ohne physische Karte und ohne PIN geht nichts. Gegenstellen müssen ein Berechtigungszertifikat besitzen und dürfen nur die Daten abfragen, die dort freigegeben sind, die App zeigt vor jeder Übertragung genau an, welche das sind. Bei Verlust sperrst du die Funktion rund um die Uhr über den Sperrnotruf 116 116.